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Spiel um Platz 3
Frankreich – Deutschland 2:0
Leider nicht gereicht zum dritten Platz hat es der deutschen Mannschaft bei der Europameisterschaft 2008 in Frankreich. Sehr gute Leistungen boten Andre Retich und Jens Kehrer, gegen einen nicht überzeugenden Gastgeber war das allerdings zu wenig. Obwohl sich die Franzosen mannschaftlich geschlossen präsentierten, konnte die Equipe Tricolore nicht an die gezeigte Leistung der vergangenen Spiele bei der EM anknüpfen.
Nach einem ausgeglichenen ersten Viertel steigerten sich die Deutschen nach der Pause, die Pässe kamen allerdings nicht so präzise wie vor Tagesfrist, als Spielführer Torsten Schwarz mit auf dem Platz stand. Dieser konnte wegen defekter Maschine nicht von Anfang an spielen und fuhr auch später nicht auf dem Platz auf. Trotz guter Torszenen auf beiden Seiten endete auch das zweite Viertel torlos. Kuriosum nach gespielten zehn Minuten, als die weissrussischen Schiedsrichter bereits zur Halbzeit pfiffen und erst nach Erklärungen der französischen Verantwortlichen noch weitere zehn Spielminuten anhängten, die Finalspiele dauerten die normale Motoball-Dauer von vier mal 20 Minuten, was scheinbar nicht kommuniziert wurde. Das dritte Viertel gehörte den Gastgebern, Jens Kehrer im Tor der Deutschen konnte sich über mangelnde Arbeit nicht beklagen. In der 44. Spielminute begriffen die Deutschen die Situation zu spät, Gregory Grangeon schaltete eher und brachte mit einem unhaltbaren Schuss sein Team mit 1:0 in Führung. Nach einem sehenswerten direkt geschossenen Eckball von Davy Sbardelloto erhöhte Emmanuel Savatier in der 53. Minute mit einem Kopfball ins lange Eck auf 2:0. Die fürs letzte Viertel notwendig gewesene Leistungssteigerung der Deutschen blieb leider aus, ausser einem wegen falschem Mittellinienspiel vom holländischen Linienrichter zu Unrecht aberkannten Anschlusstreffer von Andre Retich gelang nichts zählbares mehr, und so geht der Sieg der alles in allem unter ihren Möglichkeiten spielenden Franzosen in Ordnung. Glückwunsch an dieser Stelle zum Erreichen des dritten Platzes.
Andre Retich (am Ball) war neben Torhüter Jens Kehrer Bester seiner Mannschaft.
Endspiel
Russland – Weisssrussland 2:1*
Zum Aufeinandertreffen der Motoball-Giganten kam es im Endspiel, der amtierende Europameister Russland traf auf das Team aus Weissrussland. Dieses Duell bedeutete die Neuauflage des letztjährigen Endspiels, welches die Russen siegreich mit 6:1 für sich entscheiden konnten.
In einem rasanten ersten Viertel mit packenden Zweikämpfen und Torszenen en masse dauerte es bis zu 13. Minute, bis Ivan Kristopa nach schöner Vorlage von Gennadij Miz Russland mit 1:0 in Front bringen konnte. Obwohl Weissrusslands bester Spieler, Anton Vlasovets, wegen Maschinendefekts nicht die ganze Zeit in Durchgang eins spielen konnte, lag der Ausgleich förmlich in der Luft.
Die französischen Schiedsrichter richteten bange Blicke gen Himmel, dunkle Gewitterwolken zogen sich weiter zusammen, aufgrund des gestrigen Spielabbruchs war die Sorge, ob das Wetter halten würde. Nach einer Grünen Karte für Ivan Kristopa und der daraus resultierenden Zeitstrafe konnten die Weissrussen das Überzahlspiel nutzen und glichen durch Nikolai Woika in der 28. Minute aus. Das Spiel blieb weiter hochklassig, Gennadij Miz war in der 33. Minute nicht vom Ball zu trennen und brachte den Favoriten aus Russland mit einem unhaltbaren Schuss direkt neben den Innenpfosten erneut in Führung.
Zur Halbzeit musste das Spiel aufgrund sintflutartiger Regenfälle beim Stand von 2:1 von den Verantwortlichen abgebrochen werden. Die Mienen beider Mannschaftsführer, die zum Organisationskomitee zitiert wurden, sprachen Bände, als Russland zum Europameister 2008 ernannt wurde – alles in allem ein Titel, der nicht zufrieden stellen kann.
Glückwunsch trotzdem an das Team aus Russland, mindestens genausoviel Trost an dieser Stelle an die Weissrussen, so zu verlieren ist mehr als schade.
Die Witterung machte ihm einen Strich durch die Rechnung – Anton Vlasovets (links)
Hiermit verabschieden sich Kerstin Klaiber und René Schnepf von Ihnen, werte Leser. Wir hoffen, dass wir Ihnen mit unseren Berichten und Fotos etwas Freude bereiten konnten und würden uns freuen, wenn Sie wieder in unserem Blog oder auf der Webseite des MSC Malsch vorbeischauen.
Danke an die vielen, die uns mit ihrer gezeigten Herzlichkeit hier in Frankreich über manchen Ärger hinweg geholfen haben. Danke auch an die Verantwortlichen, dass wir beim Endspiel unseren angestammten Platz direkt vor dem Übertragungswagen behalten und somit Teil des Ganzen sein durften.
Über Resonanz, positiv wie negativ, würden wir uns freuen. Unsere E-mail-Adresse lautet: apfels@online.de oder Sie hinterlassen einen Kommentar bei den jeweiligen Spieltagen.
Au revoir aus Frankreich, man sieht sich.



